currexSole (RunPro Einlegesohle)

Häufig werden Einlegesohlen als Allheilmittel verschrieben, manchmal bekommt man dadurch sogar Probleme die man vorher nicht hatte. Nur in den wenigsten Fällen machen orthopädische Einlagen Sinn.

Wenn man nun aber den Fuß via Einlage nicht “ruhig stellen” möchte, insbesondere wenn man gerne in dynamischen Schuhen läuft, aber dennoch eine Entlastung des Fußes sinnvoll ist, dann braucht man eine dynamische Sohle, so wie sie die Firma currex anbietet.

currex

Die Firma Currex entwickelt Sohlen aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse unter dem Eigennamen “currexSole”.

currexSole Sohlenaufbau

Der Aufbau der Sohle

  1. Autofit Heel Cup, biomechanische Fersenführung und tief sitzende Fersenschale für optimalen Sitz

  2. Triple Layer Einlage aus 3 Schichten, u. a. für optimalen Feuchtigkeitstransport

  3. 3D DAT (Dynamic Arch Technology), dynamische Fußgewölbebrücke

  4. Max. Rebound, dynamischer Fußabdruck

  5. MC (Metatarsal Cushioning), für mehr Dämpfung

Haltbarkeit

Als Haltbarkeit gibt der Hersteller 800-1200 km. Je nach Laufschuh sind das somit 1 bis 2 Paar Schuhe.

Das passende Modell finden

Unterschiedliche Füße

  • Hohlfuß (RunPro High Sohle)
  • Normal (RunPro Med Sohle)
  • Flacher Fuß (RunPro Low Sohle)

Welche Sportart?

  • Radfahren (BikePro)
  • Laufen (RunPro)
  • Ski, Wandern,… (EdgePro)
  • Ballsport (ActivePro)

Die RunPro Sohle

Für Läufer gibt es neben der “RunPro” Sohle auch die “RunFree” für die Anhänger von “Natural Running”.

Angegeben ist die Sohle mit 0 mm Sprengung (Differenz vom Höhenunterschied Ferse zu Fußballen), ein Nachmessen mit der Schieblehre bestätigte aber den gefühlten Höhenunterschied von 2 mm. Für viele dürfte der Unterschied egal sein. Anhänger von Schuhen mit wenig Sprengung hätten lieber 0 mm gehabt, um die Charakteristik des Schuhs nicht zu verändern und natürlich um nicht eine andere Belastung auf Waden und Sehnen zu bekommen.

CurrexSohle

Man kann es natürlich auch positiv sehen. Wenn man einen Schuh mit weniger Sprengung kauft, anstatt wie bisher z. B. 8 mm nun mit 4 mm, so erhält man quasi eine Zwischengröße.

Würde currex die Sohle vorne um 2 mm erhöhen, dann könnte dies natürlich in einigen Schuhen zu Platzproblemen führen oder man hätte bei der Ferse 2 mm weniger Dämpfung

Warum eine andere Sohle?

Ich denke wer sich mit Sohlen beschäftigt, der braucht eine Art “Tuning” für den Fuß, weil irgendetwas nicht perfekt läuft.

Für meinen normalen Laufschuh mit 4 mm Sprengung habe ich mich für die RunPro entschieden, um zu prüfen, ob eine Entlastung der Füße bei den langen Läufen damit möglich ist.

Mit Hohlfuß und als Supinierer (lande ich mit dem Fuß auf dem Außenrand, was einer höhere Belastung für den Fuß ist, als bei Normal-Füsslern).

Ich denke, es lässt sich vorab schwer sagen, ob man einen Benefit durch die currexSole hat, denn je nach Beschwerdebild, Schuh usw. gibt es viele Faktoren die darauf einen Einfluss nehmen. Einen Versuch ist es aber durchaus Wert.

Wer Neutral-Läufer ist und z. B. aufgrund schlechter Beratung mit einem Stabi-Schuh unterwegs ist und deswegen Probleme hat, wird diese auch nicht mit der Sohle fixen können!

Lieferung

CurrexSole Beutel

Die Lieferung erfolgt in einem Karton und beinhaltet neben der Sohlen einem praktischen Turnbeutel zum Umhängen, sowie Informationen zur den angebotenen Modellen.

Erster Eindruck

Die Sohlen werden nicht für jede Größe genau angeboten, sondern immer für einen Bereich. Die Größe XL deckt beispielsweise den Bereich von 45 bis 47 ab.

In meinen Laufschuhen trage ich Gr. 47 und somit ist die Größe identisch mit der bisherigen Größe.

Hätte ich Größe 45, dann könnte ich ganz unproblematisch im Zehenbereich die Sohle etwas mit der Schere kürzen.

Beim in die Hand nehmen fällt schon auf, dass sie einem etwas schwerer vorkommt, gegenüber der Originalsohle. Der Eindruck wurde dann auch von der Küchenwaage bestätigt. Die Originalsohle wiegt 20 g (Saucony), diese wiegt 46 g; also mehr als das doppelte.

Stellt man sich mit einem Fuß auf die Originalsohle und mit dem anderen auf die CurrexSole, dann spürt man schon im Stehen, dass die CurrexSole deutlich mehr gedämpft ist bzw. die Orignial-Sohle gar nicht.

Da das Modell “RunPro High” für Läufer mit Hohlfüßen gedacht ist, merkt man einen sanften Druck als Unterstützung unter dem Fußgewölbe. Beim Laufen wird das aber nie störend oder zu viel, so wie man es selber vielleicht schon mit einer harten, unangenehmen Pelotte in den klassischen Einlagen erlebt hat.

CurrexSole RunPro High

Gelände/Trail

New Balance Hierro v2

Beim anspruchsvollen Trail-Lauf mit 500 Höhenmeter auf 16 km, mit entsprechend steilen rauf/runter Abschnitten war das Laufen stets angenehm mit der Sohle gewesen, egal bei welchem Untergrund.

Den Unterschied bei der Dämpfung hat man von Anfang an gespürt, insbesondere auf den Asphalt-Strecken. Die Dämpfung empfand ich als angenehm, nicht zu weich, nicht zu hart und das Gefühl zum Untergrund ging auch nicht verloren.

Nike Kiger 4

Die profilierte Sohle ist eher für weicheren Untergrund gedacht, entsprechend finde ich damit Asphalt-Abschnitte nicht so angenehm. Die Sohle hat hier merklich gedämpft. Die 16 km mit 400 Hm waren angenehm mit dem Schuh, im Sinne von keine Fußbelastung gespürt, auch nicht hinterher.

Straße

Saucony Freedom ISO 2

Habe ich zwei unterschiedliche Füße? Rechts sitzt die Sohle perfekt, links drückt die Pelotte. Nein, das Problem lag daran, dass ich Schnürung nicht weit genug aufgemacht hatte und damit der Schuh zu eng saß. Der Druck lag diesmal nicht auf dem Spann, sondern wurde dadurch von unten erzeugt.

Beim Lauf über 21 km war alles bestens gewesen. Während mir in den Wochen davor ab ca. 16 km die Fußsohle immer mehr weh tat, da ich die langen Läufe nicht mehr gewohnt war, war dies heute mit der Sohle überhaupt kein Problem gewesen. Erst hinterher beim Barfußlaufen in der Wohnung tat die Fußsohle eine Weile von der Belastung weh.

Auch bei weiteren 21 km Läufen merkte ich einen deutlichen Unterschied, ob mit oder ohne Sohle; auch wenn sich die Füße so langsam sich an die Belastung gewöhnen.

Fazit 

Ich denke, ob der Daumen bei der Sohle nach oben oder unten geht, ist sehr individuell im Sinne von, ob man eine Entlastung spürt oder nicht.

Ich spüre einen deutlichen Unterschied und somit einen deutlichen Mehrwert.

Nichtsdestotrotz soll sich der Fuß an die Belastung bei den langen Läufen mit der Originalsohle gewöhnen. 😉

Die currexSole wird daher auch in Zukunft nur dann eingesetzt, wenn der Fuß oder auch die Wadenmuskulatur (durch mehr Sprengung) eine Entlastung benötigt.  Dieses Vorgehen hat sich in den letzten Wochen bewährt. Füße lieben Abwechslung. 🙂

Würde ich immer mit der Sohle laufen, würden Fuß und Wade sich darauf einstellen und das Tuning für eine Entlastung würde zumindest teilweise durch die Gewöhnung verpuffen. 

Stärken

  • Deutlich mehr Dämpfung und Entlastung für Fuß und Wade
  • Angenehmes Material und gute Verarbeitung

Schwächen

  • Keine Erfolgsgarantie   😉
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