Mentaltraining für Läufer

Mentaltraining für LäuferJeder, der sich noch gut an seine Anfänge erinnern kann und weiß wie lange er gebraucht hat, um 10 km durchlaufen zu können, dann weiter auf den Halbmarathon trainieren, dann die Vorbereitung für den Marathon mit 30 km Läufe am Wochenende in der Vorbereitung, der kann sich einfach nicht vorstellen, dass man nach nur 4 Monaten, ohne vorher gelaufen zu sein, an einem 250 km Etappenlauf teilnehmen kann, geschweige denn in einer Wüste und mit 10 kg Rucksack.

Wie viel Selbstvertrauen braucht man zu sich selber, wenn man weiß, dass der Körper hierfür noch gar nicht vorbereitet ist und allein unter diesem Aspekt das Verletzungsrisiko schon sehr hoch ist. Ein jeder der seine Umfänge und die Intensität zu schnell gesteigert hat, kann hiervon ein Lied singen.

Der Autor Michele Ufer hat dieses Experiment gewagt, um zu sehen, ob Theorie das Eine ist und Praxis eben das Andere oder ob es wirklich funktioniert.

Natürlich weiß man, dass Auto-Suggestion hilft. Aber wenn man schwere Beine hat, die Waden wollen verkrampfen, der Kreislauf sagt “es geht nicht mehr”, sprich: Nichts geht mehr. Wie soll man dann den Kreislauf mit schönen Ziel-Bildern pushen, das Laktat aus den Beinen verdrängen etc.?

Der Titel einer Zeitung bei einem Artikel über den Lauf “So weit die Füße tragen”. Setzt man nun ein Ausrufe- oder Fragezeichen dahinter? Sagen die Füße einem ab wann es nicht mehr weiter geht oder siegt der Kopf über den Fuß? Natürlich tun Blasen an den Füßen weh, genauso wenn die Füße oder andere Stellen wundgescheuert sind, die Sehnen sich melden und der restliche orthopädische Apparat noch dazu, wenn man Pech hat. Und dies alles soll man einfach ausblenden können?

Die Betonung liegt hier ganz besonders darauf, dass der Kopf nicht über den Körper siegen soll oder ihn gar bezwingen. Körper und Geist gehören zusammen, sie sind ein Team!

Ein wesentlicher Aspekt Buch behandelt die eigene Sichtweise auf´s Laufen. Warum laufe ich eigentlich, was ist mein Antrieb, was ist mein Ziel und will ich überhaupt dieses Ziel erreichen? Es mag banal und unverständlich klingen, ab schnell erklärt man etwas zu seinem Ziel, obwohl man eigentlich daran gar nicht so richtig Spaß hat, vielleicht weil es so üblich ist, weil es gut ankommt usw.

Ein Beispiel aus einem Podcast:

Der letzte Marathon lief gar nicht gut, schon wieder die Bestzeit und die Qualifikation für Boston nicht geschafft, eigentlich habe ich überhaupt keine Lust an Marathon und eigentlich sind mir die Langen Läufe schon ein Greuel. Eigentlich würde ich viel lieber die kürzeren Strecken laufe und dabei Speed geben.

Verwundert es bei diesem Gedankenspiel, dass man nicht zur Topform aufläuft?

Mit dem Buch lernt man sich selber mehr kennenzulernen und wer möchte kann dies über Fragebögen weiter vertiefen und damit seine Ziele von Zeit zu Zeit überprüfen.

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