Doppel-lagige Socken von Wrightsock

Laufsocken müssen genauso zum Läufer oder genauer gesagt zum Fuß passen, wie die Schuhe.

Man steht ja nicht nur vorm Schuhregal und überlegt sich, welchen Schuh soll ich heute fürs Training oder den Wettkampf anziehen und geht dabei gedanklich das Höhenprofil, die Länge, den Untergrund usw. durch, sondern überlegt sich auch noch, welche Socke soll mich heute begleiten.

Wohl dem, der entweder schon so viel Routine hat und automatisch immer die richtige Entscheidung trifft oder der immer auf die gleiche Kombination setzt. 😉 Ich muss da meinen Weg noch finden…

Wrightsock LogoEin paar Ringelsocken von Wrightsock gab es mal als Abogeschenk bei einer Lauf-Zeitschrift. Die Socken sind so weich, dass ich es viel zu Schade fand, sie nur zum Laufen anzuziehen. Auch wenn sie nur aus Kunstfasern bestehen, fühlen sie sich trotzdem angenehm und flauschig an.

Allgemeines zur Firma und zu den Produkten

Doppel-lagig

Alle WrightSocks sind doppel-lagig, man merkt es aber nicht. Sie tragen sich wie nur eine Socke. Man muss es schon wissen, dann kann man auch Außen- und Innensocke anfassen und gegeneinander reiben.

Ich habe einmal 2 Paar Socken bei einer Wanderung übereinander getragen. Das war ein Rat von „gut gemeint“ gewesen, seit dem nie wieder. Die Folge: zu enger Schuh und Blasen.

Aber das Prinzip funktioniert bei WrightSock. Die Socken reiben gegeneinander, ohne das sie sich dabei verdrehen und „Knubbel“ werfen. Besser die Socken reiben gegeneinander, anstatt der Fuß Reibung ausgesetzt ist.

Keine Blasen mehr

Damit Blasen entstehen können, braucht es Reibung, Feuchtigkeit und Wärme. Durch die Doppel-Lagigkeit wird die Feuchtigkeit gut an die äußere Socken abgegeben, die Reibung verläuft innerhalb der Socken, so bleibt nur noch der Faktor Wärme übrig; er alleine kann somit keine Blasen hervorrufen.

Allerdings kann man trotz dieses „Anti-Blasen-System“ mit den Socken Blasen bekommen, im Zehenbereich gibt es eine Naht und wenn die ungeschickt liegt, dann entsteht hier Reibung.  Dies ist mir aber erst einmal passiert und es war nur eine kleine Blase am Zeh gewesen. Eigentlich sollte die Naht über den Zehennagel gehen laut FAQ, aber darauf habe ich bislang nicht geachtet.

Fazit: liegt die Socke richtig an, gibt es auch keine Probleme. 😉

Die Größen(angaben)

Angeboten werden 4 Größen und es wird empfohlen, wenn man eine Größe an der Grenze hat, dann die nächst größere Größe zu nehmen. Mit meiner Größe 45 war ich an der Grenze gewesen und befolgte den Rat und bestellte XL. Die Socke schlabberte aber regelrecht an meinem Fuß. Anstatt wie angegeben ab 45,5 hätte man mind. 47 benötigt, damit sie halbwegs am Fuß saß. Der Umtausch ging schnell und unbürokratisch. Gr. L sitzt bei mir mit 45 perfekt, also auch nicht zu stramm. Interessanterweise sitzt L sogar bei Gr. 39 noch akzeptabel; d.h. die angegebene Spanne von 41,5 bis 45 wird in der Tat gut abgefangen. Nur die XL-Socken fangen nicht wirklich bei 45,5 an, daher bei Gr. 45/46 lieber L nehmen.

Wrightsock - Ringelsocke Sockengröße L Links: Männerfuß in Gr. 45 Rechts: Frauenfuß in Gr. 42 Socke sitzt einwandfrei

Der Tragekomfort

Mit den eng anliegenden Socken einiger Hersteller konnte ich mich nie anfreunden, mir ist der Druck auf der Achillessehne zu stark und ich mag ganz allgemein das Enge nicht. So richtig getraut habe ich den Ringelsocken als mein erstes Paar auf längeren (ca. 20 km) Distanzen anfangs nicht, dieses weiche und flauschige “Coolmesh II” Gewebe war mir nicht geheuer gewesen. Ich dachte die ganze Zeit, die Socke muss doch irgendwann mal falten werfen, sich verdrehen usw., wurde aber vom Gegenteil überzeugt. Auch in Sachen Fußklima und Wärme waren die Socken im Sommer sehr angenehm gewesen.

Begeistert von den Ringelsocken für die Sommerzeit, wollte ich nun auch passende Socken für die anderen Jahreszeiten und Einsatzzwecke haben.

Die Sockenhöhen

Wrightsock hat für die Höhe der Socken die Bezeichnungen aus dem englischen Übernommen.
  • Low tab – gehen ungefähr bis zum Schuhrand
  • Quarter – normale Socken Höhe
  • Crew – bis unterhalb der Wade
  • otc – die Wade wird “eingepackt”

Die Dicke der Socken

Je nach Material sind die Socken unterschiedlich dick und sitzen auch unterschiedlich fest am Fuß.

Dünn

  1. Coolmesh II
  2. Merino Coolmesh II

Mitteldick

  1. Stride
  2. Merino Stride

Mitteldick gepolstert

  1. Escape
  2. Endurance

Die Materialien

Interessant finde ich das Konzept, dass die Innensocken immer gleich aufgebaut sind. Hierbei wird sehr viel Wert auf Hautfreundlichkeit gelegt, daher wird weißes bzw. ungefärbtes Garn für den “Innenbereich” verwendet.

Durch die “Außenschicht” bekommen hierbei die Socken unterschiedliche Eigenschaften, von Haptik, Klima, Feuchtigkeit, Dichte des Gewebes, wie stramm die Socke sitzt usw.

Coolmesh II

Ist in meinen Augen die ideale Sommer Socke.  Weich wie Wolle, aber ohne deren negative Eigenschaften.

Merino Coolmesh II

Durch die außenliegende Merino-Schicht, sind diese Socken etwas dicker und etwas fester als Coolmesh II. Sie eignen sich wunderbar für die Übergangszeit. Bei 71% Merino-Anteil ist klar, dass dieses Material eine längere Trocknungszeit benötigt, als die Kunstfasern, die schnelltrocknend sind. Die Socke kann man trotzdem gut bei Regen anziehen, siehe Test “Merino Coolmesh II crew”.

Stride

Stride hat eine ähnliche Dicke wie “Merino Coolmesh II”, ist allerdings sehr viel dichter und wie “Coolmesh II” eine reine Kunstfaser Socke. Das dichtere Gewebe und der etwas festere Sitz führen somit dazu, dass man sie ideal in der kühleren Jahreszeit einsetzen kann.

Escape

Das besondere an den Escape Socken ist, dass sie im Bereich der Zehen und Ferse eine Frottee Polsterung haben. Das Frottee befindet sich zwischen den Schichten, dadurch merkt und fühlt man es auch nicht.

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