TrainingPeaks

Für all die, die ihre Trainingspläne gerne selber machen und sich mit Trainingslehre und den Fachbegriffen beschäftigt haben, für die ist trainingpeaks.com ideal.

Oder auch für Trainer, die ihre Schüler/Kunden darüber optimal  auf Wettkämpfe mit entsprechenden Auswertungen begleiten und vorbereiten wollen.

Es gibt daher eine Version für Trainer und eine für den Athleten.

In meinem Review beziehe ich mich nur auf die Athleten Version.

Für einen guten Einstieg in die komplexe Konfiguration empfehle ich das  Youtube Video von Michael Arend.

Neben dem Erfassen der pers. Daten, sowie HF, Herzfrequenzzonen, Tempobereiche usw., kann man auch das Layout für die verschiedenen Ansichten seinen Wünschen anpassen.

TrainingPeaks - Kalender

TrainingPeaks - LibraryMan hat zwar die Möglichkeit sich eine eigene Workout Library anzulegen, um einfach vordefinierte Einheiten in den Kalender zu ziehen, aber man kann nicht z. B. einen eigenen 8-Wochen Plan anlegen. Diese Funktion haben nur die Trainer.

Bislang habe ich das aber auch nicht vermisst. So habe ich mir eine “Workout Library” für die normalen Dauerläufe (DL), Hügeltraining, Long Jog (Lange Läufe) usw. zusammengestellt.

Je nachdem was ich brauche, ziehe ich das vordefinierte Workout in den Kalender. Im Workout habe ich i. d. Regel schon Zeit, Länge und vor allem TSS vorbelegt, sowie je nach Training, auch die unterschiedlichen Geschwindigskeiten-Blöcke.

 

Im ATP (Annual Trainings Plan) wird ein Zeitraum von mind. 9 Monaten abgebildet.

TrainingPeaks - ATP

TrainingPeaks - Create ATPIn dem oberen Bild sieht man die Komplexität in meinen Augen sehr gut. In der Grundkonfiguration für den Jahresplan muss man sich erst einmal entscheiden ob man einen Automatismus verwenden möchte oder alles selber macht. Zur Auswahl stehen jeweils “Stunden” und “TSS”. Der “Fachmann” wählt Manuell und TSS. 😉

TSS = Trainings Stress Scores, die Hilfe hilft einem bei unklaren Sachen meistens gut weiter.

Ich habe erst seit Juni 2017 TrainingPeaks im Einsatz, daher sieht man auch erst ab diesem  Zeitraum die Wochen in Farbe. Die Farben spiegeln dabei die Vorbereitungswochen wieder. So sieht man auch noch mal farbig in welcher Phase man sich gerade befindet.

Über TSS wird das gesamte Training gesteuert, d. h. man bestimmt wie “stressig” die Woche werden soll.

Über den Automatismus kann man einstellen, welche Woche die Regenerationswoche ist. Wählt man manuell, darf man alles selber definieren.

Wenn man so trainiert, dass die 4. Woche eine Regenerationswoche ist, dann könnte man von Woche 1 bis 3 eine TSS Steigerung vornehmen.

Mal einfach ausgedrückt könnte man sagen, dass ein intensiver Tempolauf über 10 km den gleichen “Stress” wie 20 km langsam verursacht. Deswegen geht es in der Trainingsplanung auch nicht nur um Wochenkilometern und einmal die Woche Intervall oder Tempolauf wie in den meisten statischen Plänen, sondern immer nur um TSS; wie hoch wird die Trainingsbelastung in der Woche sein, außer man definiert die Planung über die Anzahl Wochenstunden. TSS bietet aber mehr Flexibilität und eine genauere Steuerung.

In der ATP Ansicht definiert man die TSS für die jeweilige Woche, damit man passend für den Hauptwettkampf vorbereitet ist.

TrainingPeaks - SummaryIn der Kalender Ansicht kann man sich neben den in der ATP Ansicht vordefinierten TSS Werten zahlreiche weitere Werte anzeigen lassen. So sieht man beispielsweise in der Zeile “Total TSS” in grau, was man über die Workouts geplant hat für die Woche und in fett dahinter, was man tatsächlich geschafft hat.

In dem Beispiel zeigt “ATP 370 TSS” den Wert aus der Jahresplanung für die Woche an.

TrainingPeaks - Workout

In den Workouts lässt sich alles relevante für die Planung vorab erfassen. Selbstverständlich kann man sich auch graphische Trainingsauswertungen anzeigen lassen und eine Beschreibung bzw. einen Kommentar hinterlegen.

Da man in der Regel ein gewisses Portfolio an Strecken hat, kann man sich mit diesen Werten gut eine eigene Library nach und nach zusammenstellen. Kommt z. B. mal eine neue Strecke hinzu, dann schaut man nach einer Strecke mit ähnlichen Eigenschaften und überträgt den TSS Wert. Somit kann man auch mit neuen Strecken eine gute Wochen- bzw. Mehrwochen-Planung machen.

Fazit  

Vorteile

  • Perfekt für den ambitionierten Läufer, der gerne plant und auswertet
  • Die App von TrainingPeaks zeigt auf dem Smartphone die Workouts und die Auswertungen sehr gut an
  • Neben dem Laufen lassen sich natürlich zahlreiche weitere Sportarten definieren.
  • Mit den üblichen Anbietern und Herstellern lassen sich die Workouts zuverlässig synchronisieren.

Nachteile

  • Eine dt. Version wäre natürlich schon ganz nett. 🙂